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VR-Bank Nordeifel eG
BLZ: 37069720
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VR-Bank pflanzt 17 000 Buchen

Einen Baum für jedes Mitglied

Die Eifeler Hausbank macht mit ihrem Motto „Mit der Eifel verwachsen“ ernst. Für jedes Mitglied in den sechs Eifelkommunen wird sie in den nächsten Monaten einen Baum pflanzen



Baumpflanzung Geschaufelt:
Bernd Altgen (links), der Vorstandssprecher der VR-Bank Nordeifel, und die Offiziellen der sechs Eifelkommunen pflanzten die ersten Buchen auf einen unbewaldeten Hang bei Blumenthal.
Foto: mt/pp/Agentur Profipress

 

Schleiden/Hellenthal – Die VR-Bank Nordeifel wird ihre Verwachsenheit mit der Region in einem Riesenprojekt zum Ausdruck bringen. Es handelt sich gewissermaßen um eine Pflanzaktion der Superlative. Der Startschuss wurde bereits erteilt. Sage und schreibe 17000 eifeltypische Buchen, für jedes ihrer Genossenschaftsmitglieder eine, will die Bank in den nächsten Monaten pflanzen.

Bernd Altgen, der Vorstandssprecher der VR-Bank Nordeifel, konnte zum Auftakt der Aktion am Montagnachmittag die Bürgermeister bzw. Stellvertreter der sechs Kommunen Kall, Hellenthal, Nettersheim, Dahlem, Blankenheim und Schleiden in Blumenthal begrüßen sowie Jan Lembach, den Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, und einige Revierförster aus den Kommunen. Oberhalb des Ortes, dort wo der Orkansturm Kyrill im Januar 2007 eine tiefe Schneise in den Hang geschlagen hat, sollen allein 3500 Buchen gepflanzt werden. Und an dieser Stelle fiel auch der Startschuss für die Baumpflanzaktion.
„Ich bin froh, dass sowohl die Bürgermeister bei diesem Projekt mitmachen als auch der Naturpark Nordeifel“, so Altgen, der daran erinnerte, dass sich die Bank bereits vor 15 Jahren nicht nur das Leitmotiv „Mit der Eifel verwachsen“ habe patentieren lassen, sondern auch daran, dass die Bank unter den 55 000 Einwohner der sechs Eifelkommunen allein 35 000 Kunden zählt.

„Aber wir möchten natürlich, dass noch viel mehr Menschen Teilhaber der Bank werden“, so Altgen. Erklärtes Ziel der VR-Bank sei es daher, bis zum Jahr 2011die Mitgliederzahl auf 25 000 zu erhöhen. „Und selbstverständlich werden wir dann auch weiterhin für jedes neue Mitglied einen Baum pflanzen“, versprach der Vorstandssprecher. „So leistet jedes neue Mitglied automatisch und kostenlos einen Beitrag zum Umweltschutz“, fügte Wolfgang Merten, Prokurist und Leiter der Kundeberatung, hinzu.
Einen Wald zu pflanzen, so Altgen, sei ein „Mehrgenerationenprojekt“, bei dem besonders Nachhaltigkeit und Beständigkeit von großer Wichtigkeit seien, zwei Dinge, die auch eine so volksnahe Bank wie die VR-Bank auszeichneten. „Wir setzen hier aber auch ein Zeichen vor dem Hintergrund des Klimawandels“, betonte Altgen weiter.
Denn jeder einzelne Baum werde in nur zehn Jahren 1,8 Tonnen Kohlendioxid binden und 18 Tonnen Sauerstoff erzeugen: „Und am Ende seines Lebens ist er auch noch vielseitig und wertschöpfend verwendbar.“ Darüber hinaus könnten sich die Bürger über vergrößerte Naherholungsgebiete freuen. Zu den gepflanzten Bäumen soll in jeder der sechs beteiligten Kommunen zudem eine Infotafel errichtet werden, die Auskunft über den ökologischen Nutzen der Buchen gibt.

Professionelle Pflanztrupps
Angesichts der Orkanschäden am Blumenthaler Hang resümierte Altgen: „Wir leben in stürmischen Zeiten, daher sollten wir uns auf das besinnen, was uns stark macht, auf Bodenständigkeit und Beständigkeit.“ Buchen seien nun einmal die Bäume, die den Stürmen am besten Stand hielten.
Anschließend schritten die Offiziellen mit Bernd Altgen und Vorstandsmitglied Karl Goertz zur Tat. Mit acht neuen Spaten wurden die ersten Bäumchen eingepflanzt. Da die Bürgermeister aber nicht die genügende Ausdauer mitbrachten, um alle 17 000 Bäume zu pflanzen, hat die Eifeler Haus-Bank die Pflanzaktion in die professionellen Hände der Forstämter gegeben.
In Hellenthal beispielsweise will die Revierförsterin Janine Arndt vom Landesbetrieb Holz NRW mit ihren Kollegen die 3500 Buchen in den Boden pflanzen. „Wir werden mit einem Pflanztrupp anrücken und dafür ein bis zwei Tage benötigen“, erklärte sie. Man pflanze die jungen Bäume im Verbund. Erst in 35 bis 40 Jahren sei dann eine erste Durchforstung nötig. Bis zum Frühjahr 2010 sollen alle 17 000 jungen Bäume in den Eifelboden gesetzt worden sein und ihre Tätigkeit als Teil der „grünen Lunge“ aufgenommen haben. 

Wolfgang Merten schlüsselte auf, wie viele Bäume in welcher Kommune gepflanzt werden sollen, nämlich jeweils genau so viele wie es dort VR-Bank-Genossenschaftsmitglieder gibt. Die Stadt Schleiden bekommt 4000, Hellenthal 3500, Kall 2900, Blankenheim 2700, Nettersheim 2600 und Dahlem 1300 neue Bäume. Der Dahlemer Bürgermeister Reinhold Müller nahm es mit Humor: „An Wald ist bei uns ja auch der geringste Mangel“, lachte er.
Beitrag Radio Euskirchen Quelle: Radio Euskirchen