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VR-Bank Nordeifel eG
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Altgen setzt auf Region statt auf Fusion

Vorstandssprecher der VR-Bank Nordeifel präsentiert positive Bilanz für 2009

 

Gute Zahlen, großer Rückhalt bei den Menschen: Die Führungsriege der VR-Bank mit Sprecher Bernd Altgen (v.li.), Prokurist Wolfgang Merten und Vorstandsmitglied Karl Goertz blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2009. (Foto: Larmann)

 


von Ronald Larmann

EIFELLAND.
Bernd Altgen strahlt. Der Vorstandssprecher der VR-Bank Nordeifel hat auch allen Grund dazu. Denn die Zahlen, die er den Pressevertretern präsentieren konnte, können sich sehen lassen.

Von Kreditklemme könne bei seiner Bank keine Rede sein, das Ergebnis vor Steuern habe sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht, die Bilanzsumme sei kräftig angewachsen, ein deutliches Plus auch bei den Kundeneinlagen, die Mitgliederzahlen stiegen kontinuierlich an, die Gesamtausschüttung an die Mitglieder sei ebenfalls in die Höhe geschossen und zufrieden seien die Kunden auch noch mit der "in der Region verwurzelten VR-Bank". Eitel Sonnenschein also in der ersten Etage der Schleidener Bankzentrale? Nicht ganz. Es gibt auch eine kleine, dunkle Wolke am VR-Bank-Himmel.

"Baustelle Beschwerdebearbeitung"

"Unsere Beschwerdebearbeitung ist noch eine Riesenbaustelle", erklärt Prokurist Wolfgang Mertens. Nur 44 Prozent der Kunden seien mit der Sensibilität und der Hilfsbereitschaft in der Beschwerdeannahme zufrieden. Dies ergab eine Kundenbefragung. "Wir haben diese Botschaft der Kunden verstanden, greifen das Thema auf und werden es auch in den Mitgliederbeiräten thematisieren", so Mertens.

Ansonsten hat der Prokurist der VR-Bank nur Positives zu berichten. Bei den Attributen "persönlich" und "vertrauenswürdig" habe die Bank in der Kundenbefragung Bestnoten erhalten. Die Modernität, Flexibilität, Kompetenz und Partnerschaftlichkeit wurden von den Kunden ebenfalls durchweg als gut bewertet. Und die Beratungsqualität? "Hier sind 81 Prozent der befragten Kunden zufrieden mit uns", so Mertens.

Zufrieden sind die Banker auch mit der Mitgliederentwicklung. "Zum Ende des Jahres 2009 hatten wir 18 238 Mitglieder", sagt Bernd Altgen. Das seien immerhin 35 Prozent der Einwohner im Geschäftsgebiet der VR-Bank Nordeifel. Altgens Ziel: "Ende 2011 wollen wir 25 000 Mitglieder haben. Und das werden wir auch schaffen." Denn Mitglied zu sein lohne sich. Dabei verweist Altgen auf die Gesamtausschüttung an die Mitglieder im Jahr 2009. Über 400 000 Euro wurden ausgeschüttet - das sind knapp 77 000 Euro mehr als noch 2008.

Gerne präsentiert die Führungsriege auch die Zahlen zu Einlagen der Kunden bei der Bank und vergebenen Krediten. "Von einem Kreditengpass in unserer Region kann nicht die Rede sein", leitet Altgen die Präsentation der Zahlen ein. 320,9 Millionen Euro an Krediten wurden 2009 vergeben - das sind 21,9 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr. Gleichzeitig haben die Kunden 17,8 Millionen Euro mehr bei der Bank als Einlagen deponiert als noch 2008.

Altgen sieht seine Bank mit ihrem Geschäftsmodell - als Hausbank der Region, die mit den Menschen der Region Geschäfte macht - auf dem richtigen Weg. Denn nicht nur die Mitglieder und Kunden in der Nordeifel hätten von der Zusammenarbeit profitiert, sondern natürlich auch die Bank selbst. "Wir haben unser Jahresergebnis vor Steuern mit einer soliden, kundenorientierten Strategie von 808 000 Euro auf 2,9 Millionen Euro gesteigert", sagte der Vorstandssprecher.

Mit dieser Bilanz im Rücken ist es für Bernd Altgen ein Leichtes, möglichen Fusionen eine klare Absage zu erteilen. "Weil wir mit diesen Mitgliedern, mit den Kunden aus der Region und mit diesen Zahlen in eine gute Zukunft steuern", sagt Bernd Altgen. Und strahlt.