Ankündigung: Einführung einer Scheme Manager Fee im girocard-System
Das girocard-System hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zum führenden bargeldlosen Zahlungssystem in Deutschland entwickelt. Die girocard ist bei Akzeptanzpartnern und Konsumenten gleichermaßen als zuverlässiges, sicheres und kostengünstiges Bezahlsystem beliebt und etabliert.
In den vergangenen zwei Jahren hat die EURO Kartensysteme GmbH (EKS) gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) und allen (Online-)Netzbetreibern intensiv erörtert, wie die für einen aktiveren Weiterentwicklungs- und Marktbearbeitungsprozess notwendigen Strukturen im girocard-System geschaffen und dafür die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden können.
Zukünftig wird die EKS die Rolle eines aktiven Scheme Managers für das girocard-System übernehmen. Im Mittelpunkt stehen Produktweiterentwicklung, Vermarktung und Kommunikation sowie ein intensiveres Zusammenarbeitsmodell mit den unterschiedlichen Marktteilnehmern. Ziel ist es, Marktbedarfe schneller aufzunehmen, in die Weiterentwicklung des Systems einfließen zu lassen und Partner bei der Umsetzung zu unterstützen.
Zur Finanzierung dieser zusätzlichen Aufgaben erhebt die EKS in ihrer zukünftigen Rolle eines aktiven Scheme Managers ab 1. Januar 2026 eine Scheme Manager Fee auf alle abgewickelten girocard-Umsatzvolumen.
Für zugelassene girocard-Netzbetreiber beträgt die Gebühr aktuell 0,00209 % des girocard-Bruttoumsatzes. Wir führen die Scheme Manager Fee ab 1. April 2026 auf alle abgewickelten und abgerechneten girocard-POS-Transaktionen ein. Die von der EKS erhobene Gebühr geben wir somit als reine Kostendurchleitung (1:1 ohne Aufschlag) weiter. Die Gebühren im ersten Quartal 2026 tragen wir als Bank.
Die neue Gebühr wird auf der Abrechnung ausgewiesen und erstmals im April 2026 abgerechnet. Die Zahlprozesse am Point of Sale bleiben von der Fee-Einführung unberührt. Sie wirkt nur in der Abrechnungsebene.